Tattoo Trends
Dass SuperMoto und ein gewisses Style-Bewusstsein unzertrennbar mit-einander verbunden sind, muss man wohl niemandem, der sich in der Szene bewegt, erzählen. Besonders beliebt ist dauerhafter Körperkult, sei es nun ein Tattoo oder Piercings. Da fragt man sich, was geht, wo geht's und wo hört es auf? Wo liegen die Trends und was ist im Kommen? Wir haben uns für euch informiert und präsentieren euch auf den folgenden Seiten die dos and don'ts der Bodymodification.
Arschgeweih oder Bodysuit?
Wo auch immer man hingeht, man kommt nicht drumherum; ob auf Rennen, Messen, Events oder sogar ganz Zivil im Supermarkt. Tattoos haben sich als Körperschmuck durchgesetzt und sind beliebter denn je. Klar, denn es gibt keine Art, individueller einen Akzent zu setzen. Egal welche Farbe oder Form, ein guter Tätowierer macht alles möglich. Selbiges gilt für Größe oder die Körperstelle. Dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.
Da fragt man sich zu Recht, warum sich der Trend eine Zeit lang fast ausschließlich auf Tribals beschränkt hat. Wer noch vor ein Paar Jahren in einen Tattooshop ging, wollte im Regelfall ein Tribal, bei Frauen bevorzugt über der Kehrseite. Die Antwort ist einfach: Ein Tribal lässt sich perfekt an die individuelle Körperform anpassen. Was die Farbgestaltung angeht sind dem Tribal ebenfalls keine Grenzen gesetzt, dennoch sind black-and-grey-Arbeiten am weitesten verbreitet. Auch hierfür gibt es eine einfache Erklärung: Die Qualität der Farben hat sich erst in den vergangenen Jahren sehr verbessert. Früher ließ sich mit einer Farbe mit hoher Sättigung und maximalem Kontrast einfach das beste und eindrucksvollste Ergebnis erzielen.
Seither haben sich die Zeiten aber geändert, sei es den technischen Fortschritt betreffend als auch was die Anforderungen an die Motive betrifft. Steißtattoos - liebevoll als Arschgeweihe betitelt - sind heute kaum noch gängig. In Zeiten von Christian Audigier, der klassische Tattoo-Motive als Prints für seine Bekleidung nutz, gilt: Je bunter desto besser. Wurde man vor ein paar Jahren noch etwas abfällig angeschaut, wenn man ein PinUp auf dem Arm hatte, dürfen sich jetzt auch junge Frauen mit Schwalben, Ankern und flammenden Herzen im Dekoltée sehen lassen. Die Oberflächlichkeit scheint in den Köpfen der meisten Leute einer fast unerwarteten Akzeptanz Platz gemacht zu haben, die jemanden mit einem Tattoo welcher Art auch immer nicht gleich als "asozial" abstempelt. Eine äußerst erfreuliche Entwicklung!
Wie wäre es mit Metall?
Was ist denn jetzt aber neu und cool und noch individueller als ein Tattoo? Was kann man denn noch besser machen mit den vorhandenen Hilfsmittel, mit Farben, die ein Leben lang die Leuchtkraft nicht verlieren? Gegenfrage: Warum kam nicht schon viel früher jemand auf die Idee, Tattoos mit Piercings zu kombinieren? Ein Dermal Anchor ist die Lösung. Solche Oberflächenpiercings, die besonders unkompliziert und in der Regel nahezu schmerzfrei in der Haut verankert werden, können mit allen erdenklichen Varianten an Aufsätzen kombiniert werden. Von normalen runden Formen über Sterne bin hin zu Edelsteinen ist alles möglich. Seit einigen Jahren besteht um die transdermalen Implantate ein sprichwörtlicher Hype. Und das zu Recht, wirkt ein Drache, der sich über den kompletten Rücken windet, doch gleich noch beeindruckender, wenn seine Augen rot funkeln. Aber auch einzeln wirkt ein Microdermal gut. Die Kombination mehrerer solcher Implantate kann richtig positioniert jeden anderen Schmuck in den Schatten stellen. Die Preise für das Einsetzen bewegen sich im Schnitt zwischen 30 und 40 Euro, variieren aber je nach Piercer. Fragt einfach im Tattoo- und Piercing-Shop eures Vertrauens. Man wird euch sicher mit Freuden beraten.
Ein Microdermal wird durch einen 2-6 mm langen Schnitt unter die oberste Hautschicht platziert, dann der Aufsatz installiert.
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