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Am Wochenende 14./15. August lud man bei JETI-X-treme ein, um exklusiv die 2011er KTM-Viertakt-Modelle zu quälen. Teamchef Jens Kuck und Timo Röttinger hatten hierfür 2 Motocrossstrecken im Freistaat Bayern ausgesucht und 6 nagelneue Kürbisse im Gepäck. Samstags wurden die Zelte in Leutershausen aufgeschlagen eine wunderschöne Strecke mit tollen Step-up-Sprüngen und Steilhängen, sonntags gings zur 30 km entfernten MX-Piste in Brand- einer Sandstrecke mit schönen Anliegern und schnellen Bergab-Passagen. Zur Auswahl standen SX-F und EXC-F 250, SX-F 350, SX-F 450 und EXC-R 530.
Als gegen 11 Uhr morgens dann die vom Dauerregen der vorangegangenen Tage aufgeweichte Piste befahrbar schien, standen natürlich sofort gefühlte 20 Mann fertig bekleidet und zitternd vor der so angepriesenen Neuheit 350 SX-F. Diese sollte sich an diesem Tag als absoluter Liebling der Tester herausstellen-hier hat KTM perfekt gearbeitet!
SX-F 250 Los geht es zunächst mit der neuen Viertelliter-KTM: Drehzahlen bis in den Wahnsinn und für eine 250er schon ganz schön Power- wenn man sich im Getriebe des Giftzwerges gut auskennt- jedoch ist mit einem kleinen Griff zur Hydraulikkupplung von Magura meist genug Leistung da, um selbst im falsch gewählten Gang gut vorwärts zukommen. Hinzu kommt das einfach fast unschlagbare Handling der bis 11.000U/min drehenden Kleinen, gerade mal 100,5 kg bringt sie auf die Waage- was mitunter damit zusammenhängt, dass man sich bei ihr den E-Starter gespart hat. Ihre Schwester, die EXC-F 250 macht ebenso von sich Reden- eine etwas zähere Leistungsentfaltung und ein härter abgestimmtes Fahrwerk lassen nämlich nur ganz selten erahnen, dass man auf einer zulassungstauglichen Enduro unterwegs ist!
SX-F 350 Kommen wir nun zur absoluten Neuheit im Hause KTM- der 35012SX-F. Wer weiss, was sich die Entwicklungsabteilung bei KTM dabei dachte, einfach die Hubraumbeschränkungen der MX-1 und MX-2 Klassen ausser Acht zu lassen... In der MX-2 sind Hubräume bis 250ccm (Viertakt) erlaubt-also das Aus für die 350er und in der MX-1 könnte man maximal 450ccm Viertakt-Motoren einsetzen, somit 100 mehr als man bei KTM in den Topf geworfen hat. In der Praxis jedoch zeigt sich sogar jedem Hobbyfahrer, warum Antonio Cairoli in der MX-1 mit der„unterlegenen“ 350er der Konkurrenz um die Ohren fährt- das Handling ist absolut vergleichbar mit dem der 250er. Satte Leistung, genug Punch in fast jeder Drehzahl und Gangstufe und ein perfekt abgestimmtes Fahrwerkmachen die 350er unglaublich easy to handle- I-Tüpfelchen ist dann der ab Werk verbaute E-Starter, der das Weiterfahren so einfach macht- sollte man doch einmal eine Bodenprobe genommen haben. Die Power der „Mittelklasse“ ist genau die gefühlte Mitte zwischen der Viertelliter und der 450er KTM, zu der ich jetzt kommen möchte.
SX-F 450 Kurz nach Start-Ziel der Leutershausener MX-Strecke hatte ich angehalten, um mir die anderen Tester einmal anzuschauen, als Otto neben mir hielt und anbot, mit mir zutauschen. Ich hatte somit die SX-F 450 unter dem Allerwertesten- die Königsklasse quasi. Und das merkt man...Unglaubliche Gewalt in Form von 53PS - fast schon nervös zu dosieren hier zeigt sich, dass die 450er wirklich nur von Profis schnell bewegt werden kann. Ich muss ehrlich zugeben, dass die Leistung schon etwas zuviel des Guten für mich war- in jedem Sprung stieg mein Vorderrad gen Himmel und nach 3 Runden hatte ich bereits keine Kraft mehr. Absoluter Favorit der Viertakt-Klasse blieb somit für mich die 350er SX-F, mal abgesehen davon, dass ich mich mit der 530 EXC-R auchrichtig gut verstand - diese Enduro ist ein absolut gutmütiger Traktor, die Leistung super zu dosieren und wenn man möchte auch schnell auf der MX Piste zu bewegen.
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