Rallye Dakar PDF Drucken
48563_Despres_MM_100111_Dakar_0090Das Abenteuer beginnt 1977. Thierry Sabine verirrt sich mit dem Motorrad in der Wüste Libyens während der Rallye Abidjan-Nizza. Letztlich wird er aus den Fängen der Wüste gerettet. Als er nach Frankreich zurückkehrt, steht er noch immer unter dem Eindruck dieser einmaligen Landschaften und verspricht sich selbst, anderen auch zu dieser Entdeckung zu verhelfen. Dabei denkt er an einen Parcours, der von Europa ausgeht. Die Streckenführung soll nach Algier führen, Agadez durchqueren und in Dakar enden. Der Gründervater verbindet eine Devise mit seiner Inspiration: „Eine Herausforderung für alle, die aufbrechen. Ein Traum für alle, die zurückbleiben."

 Das Versprechen von Thierry Sabine nahm am 26. Dezember 1978 konkrete Formen an: 182 Fahrzeuge fanden sich auf dem Place du Trocadéro ein, um eine 10.000 km lange Reise ins Unbekannte Richtung Dakar anzutreten. Die Begegnung von zwei Welten, das Ziel des Gründervaters der Veranstaltung, kam auf dem afrikanischen Kontinent zustande. Von den 74 Pionieren, die es bis in die senegalesische Hauptstadt schafften, eröffnete Cyril Neveu am Steuer einer Yamaha 500 XT den Titelreigen der größten Rallye der Welt.

Die 31. Dakar-Auflage war die erste auf südamerikanischem Boden.Sie endete mit den Siegen von Marc Coma (Motorrad), Josef Machacek (Quad), Giniel De Villiers (Auto) und Firdaus Kabirow (Lastwagen). Insgesamt

beendeten 113 Motorradpiloten, 13 Quad-Piloten, 91 Autoteams und 54 Lastwagen das Rennen. Herausragend war der außerordentliche Publikumszuspruch in Argentinien und Chile.

Die Dakar 2011 wartete mit einem dichten Programm auf, dessen Details auf die verschiedenen Fahrzeugkategorien zugeschnitten wurden, die an der Rallye teilnehmen. Die längsten Abschnitte, sowohl die Wertungsprüfungen als auch Verbindungsstrecken, lagen auf dem Rückweg nach Buenos Aires. Mehr als 9500 km waren zu fahren, davon 5000 km Wertungsprüfungen, verteilt auf 13 Etappen. 

Nach zwei Auflagen in Südamerika setzte die Dakar 2011 die Erkundung dieses Kontinents fort, auf dem es Beeindruckendes zu entdecken gab. Die Rallye nahm Kurs gegen Norden

48578_Despres_MM_130111_Dakar_1412und stieß bis an die äußersten Grenzen Argentiniens und Chiles vor. Die Teilnehmer wurden in noch abwechslungsreicheres Gelände entführt. Auf sie wartete ein unvorstellbares Farbenspiel.

Die immense Weite Argentiniens beflügelt die Fantasie derjenigen, die Freiraum lieben. Wenn die Teilnehmer Buenos Aires verlassen, führt sie der Abstecher gen Norden in eine Region voller Gegensätze, wo sie an einem Tag auf wenigen hundert Kilometern je nach Gelände unterschiedlichste Vegetationsformen erleben. Das bedeutet gleichzeitig, dass die von den Piloten geforderten Fahrmanöver mit dem Übergang von Trocken- zu Feuchtgebieten variieren. Anpassungsfähigkeit wird hier belohnt und wem der ständige Tapetenwechsel liegt, fühlt sich hier wohl. In den ersten drei Tagen des ersten argentinischen Abschnitts ist die Dakar in den Provinzen Jujuy und Salta zu Gast und nähert sich Bolivien. Die Rallye beschreitet in dieser Region mit der mythenumrankten Route 40 neue Wege.

Für den Wechsel nach Chile wurde ein Pass gewählt, der ebenso außergewöhnlich ist wie bei den letzten Auflagen: El Paso de Jama. Die Atacama hat die Teilnehmer von Anfang an fasziniert. Ihre Weite kann auch den größten Hunger nach Sand und Dünen stillen. Die „Spots" von Copiapo und Iquique sind dabei, zum absoluten Muss für Rallye-Raid-Fans zu werden. Nach der Auflage 2011 wird man diese Liste wahrscheinlich um die Hafenstadt Arica erweitern müssen, wo die Dakar in den äußersten Norden Chiles bis zur Grenze des Nachbarlands Peru vorstößt. Im mittleren Teil der Rallye werden sich die Wüstenetappen erneut als selektiv erweisen. Hier ist nicht nur fahrerisches Können gefragt, sondern es sind auch heikle Navigationsentscheidungen zu treffen. Die Spreu trennt sich vom Weizen. Nach dem wunderschönen Grenzübertritt in El Paso San Francisco geht es über die Hochebenen der Anden zurück nach Argentinien. Nach den obligatorischen Fotos rückt der Sport wieder in den Vordergrund mit einer ausgedehnten Etappe durch die weißen Dünen von Chilecito. Auf der Strecke nach San Juan wechselt erneut die Szenerie, denn es gilt die den Teilnehmern noch unbekannten Canyons und Rios zu erkunden: Hier wird die Wüste mit der Machete geteilt.

www.dakar.com

 

Termine

Keine aktuellen Veranstaltungen.

KickSTART Newsletter

News

 
facebook  twitter